© sam-son.ch

by: Sabine Raun

Hand auf's Herz
Inspiriert von den in dem Tanzstück des Work-Life-Ballet humorvoll inszenierten Ausbruchsphantasien, die die Sehnsucht nach Befreiung aus dem Kreislauf der unermüdlichen Selbstoptimierung spürbar werden liessen, habe ich die unabsichtlichen Fehler in meinem Textentwurf zum Anlass genommen, um aus de...

by: Teilnehmer*innen der Schreibwerkstatt, Festival-Blog Performing Democracy

Performing Democracy? Bilanz und zukünftige Herausforderungen
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© Ute Langkafel MAIFOTO

by: Edwin Javier Velasco Caicedo, Festival-Blog Performing Democracy

El tejido como resistencia, memoria y sanación
Zu Beginn wird Vergangenheit geöffnet. Wie ein Leporello entfalten Laura Uribe und Sabina Aldana behutsam ein 43 Meter langes Banner – jeder Meter ein neues Gesicht. Es sind die 43 Studenten, die am 26. September 2014 in Iguala, Guerrero (Mexiko), verschleppt wurden und seither verschwunden sind. Je...
© Britt Schilling

by: Thusnelda Marín Jungmann, Festival-Blog Performing Democracy

«DIE BEWEGUNG» – ein Triumphzug?
In «DIE BEWEGUNG» trifft DAS THEATER auf DAS STADION; also KUNST auf SPORT. Wer sich bewegen ließ, läuft nun mit einem grün-violetten Schal durch Freiburg. Manche staunen: „modisch“. Manche zweifeln: „Ist das eine neue Sekte?“ Kritisch steht man dem gegenüber. Gewiss auch teilweise aus Neid, nicht ...
© Harilay Rabenjamina

by: Sabine Raun, Festival-Blog Performing Democracy

Picknick der Kulturen
„Fampitaha, Fampita, Fampitàna“ - übersetzt bedeutet dieses madagassische Wortspiel: Wettstreit, Vergleich, Weitergabe, Teilen. Ausgehend von zwei kreisrunden Kostümteilen, die sich am Boden ausbreiten wie Picknickdecken, entsteht eine Atmosphäre, die an ein gemeinsames Picknick im Grünen erinnert. ...
© Nina Durdevic

by: Perrine Le Morzadec, Festival-Blog Performing Democracy

Vorwärts – Marsch. Stampft in den Widerstand.
Sechs stählerne weibliche Körper marschieren auf der Bühne und nehmen durch den intensiven pulsierenden Sound das Große Haus des Theater Freiburg während des Performing Democracy Festivals ein. Ihre Ausrichtung ist klar und sauber, wie Soldaten marschieren die Tänzerinnen der Kompanie Studio za suvr...
© Phile Deprez

by: Rachel Oidtmann, Festival-Blog Performing Democracy

Errötet! Das Menschliche liegt in der Scham
„Es gibt glaube ich nichts Schlimmeres, als wenn man weiß, wo man zuhause ist, aber dort nicht sein kann“, vertraut Felka ihrem langjährigen Freund Felix an. Seine Musik erinnerte sie an das Schlaflied, das ihre Mutter früher für sie gesungen hat. Früher – als sie noch ein Zuhause hatte, das es nun ...
© Sven Hagolani

by: Eisa Schmitt, Festival-Blog Performing Democracy

Zwischen Gipfeln und Tälern
Wollen wir uns auf eine Wanderung begeben? Kommt ihr mit mir mit? In eine hügelige Textlandschaft, durch die du dich ungefähr 5 Minuten schlängeln kannst; jederzeit eine Pause erlaubt. Ich führe dich durch das Stück “Songs of the Wayfarer”, beschreibe dir den Aufführungsraum im E-Werk Freiburg, anal...
© Marc Doradzillo

by: Rachel Oidtmann, Tanzschreib-Zirkel

Begegnungen unterm Baldachin
Zitternde Klänge schwirren durch den Raum, mal anschwellend, mal punktuell, mal vereinzelt, mal Schwarm-artig. Die Luft flirrt zwischen den Instrumenten hin und her, surrend und zirpend wie Insekten an einem Sommerabend. Und plötzlich sind sie tatsächlich da: Vierbeinige, krabbelnde, scheinbar hals...
© Roman Pawlowski

by: Dr. Jutta Krauß, Tanzschreib-Zirkel

Wofür schwärmen?
Der Schwarm ist von Gabriele Brandstetter, die beim diesjährigen deutschen Tanzpreis geehrt wurde, schon sattsam beforscht worden. In ihrer Forschung überträgt sie Beobachtungen aus dem Tierreich auf Tänzer*innen und lotet damit Kollektive in Bewegung aus. Diese „Synchronisation von Bewegung“ (Brand...
© Jennifer Rohrbacher

CLUB UNIQUE 2026

by: Catharina Waldmann, Tanzschreib-Zirkel

Und zwischendrin im Cypher-Party-Hyper die Schlange Kaa
Die Performance-Party „Club Unique“ im E-WERK/Freiburg zieht in den Bann und hinterfragt gleichzeitig die Rolle und Beziehung zwischen Performer*innen und Zuschauer*innen. 19:00 – Schreibtisch Wohnung Unter dem Titel „Performance Party“ kann ich mir nichts Genaueres vorstellen. Vermutlich werde ich ...
© Jennifer Rohrbacher

by: Perrine Le Morzadec, Tanzschreib-Zirkel

gleichwegs zueinander
gleichwegs zueinander équiLIBRE. Eine Performance Eine Reise beginnt. équiLIBRE ist eine Tanzaufführung, sowie ein Traum von Schwerelosigkeit und Weltenbildung. Das Publikum schreitet im Februar 2026 in das Kammertheater des E-WERK Freiburg, das in ein rotes und warmes Licht getaucht ist. Leise Anw...
© Nicolas Clausen

by: Clara Dolinschek, Tanzschreib-Zirkel

Eine Ode an den Wahnsinn in uns
Eine Ode an den Wahnsinn in uns Wir folgen Madame Edith Serger-Chapelene in den Kaninchenbau, in ihre Welt, in der sich Realität und Imagination schwebend ein Tänzchen miteinander liefern. Edith ist die schillernd-trällernde Figur, verkörpert von Camille Lejeune, die das Publikum in diesem Solo-Tanz...
© Yen Lee

by: Gastbeitrag von Dr. phil. Jutta Krauß

Zwischen-Zustände oder Körper-Kostüm-Collagen
Doppelabend: Different ways of being in & Walking away from an explosion in slow motion Zwischen-Zustände oder Körper-Kostüm-Collagen Kleidungsstücke sind keine Körper, doch sie sind wie bewegte Körper-Gesten: Manchmal scheint es, als würden sie selbst handeln und zu einem Ereignis auffordern od...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Rachel Oidtmann

Wie alltäglich ist die Liebe
Eine Hand steht in der Luft, kurz oberhalb einer Hüfte, die nicht zu ihr gehört. Ihre Beugung nimmt die Form des Körpers vor sich auf. Sie wirkt zögerlich, obwohl sie ihr Ziel augenfällig schon gefunden hat. In einer Mischung aus Unsicherheit und Spiel bleibt sie in der Schwebe und scheint trotzdem ...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Thaddäus Maria Jungmann & Jutta Krauß

Haarige Angelegenheit
Tanzwuchs – eine Plattform für neue choreographische Stimmen. Sie sollen gehört und vor allem gesehen werden. Jede Choreographie steht für sich selbst, für einen eigenen Stil, für individuelle Ideen. Allerdings reihen sich in diesem Format die zehnminütigen Experimente hintereinander, stehen plötzli...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Sabine Raun

Aufstehen
Was Wirkung ist, was Ursache, lässt sich sehr schwer bestimmen. Es erfordert ein Gewahrsein mit allen meinen Sinnen. Wo fängst du an, wo hör ich auf, wie nimmt das Leben seinen Lauf : das sind sehr große Fragen. Sollen wir uns zusammen an eine Antwort wagen? Ich hör dir zu, wenn du erzählst und mi...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Sabrina Di Lisa

So banal ist die Liebe - Die Macht der ersten Assoziation oder ein Plädoyer für die Gewohnheit
Kurze Haarsträhnen fallen wie ein offener Vorhang ins Gesicht, durch den ein verschmitztes Lächeln hervorlugt und verrät: Hier laufen chemische Prozesse von Oxcytocinausschüttung ab. Oder einfach gesagt: Hier soll es um Liebe gehen. Mira Urbassek und Eva Krause befinden sich sitzend nebeneinander. S...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Hannah Störzer

Verwunde(r)t
Eine rote Plüschjacke betritt die Bühne des Südufers. Ich sitze in der letzten Reihe, habe mich gerade eingerichtet, und meine Augen haften sofort auf Dagmar Ottmann. Sie wird als Erste des Abends ihr Solo „Cloe?“ performen, an dem sie unter anderem mit Smadar Goshen als dramaturgischer Mentorin gea...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Catharina Waldmann

Kopfüber im sicheren Stand
Im Rahmen von Tanzwuchs # 9 werden die Zuschauer*innen eingeladen, sechs kurze Stücke im Südufer in Freiburg anzuschauen. Das Format bietet den Künstler*innen einen professionellen Rahmen für szenische Recherchen und Performances, in dem sie ermutigt werden, Risiken einzugehen und neue Ideen zu erfo...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Clara Dolinschek

Vom Fließen gegen den Strom
Wasser fließt gurgelnd über abertausend Steinchen, fällt über Steinkanten rauschend und unaufhaltsam in die Tiefe, bahnt sich seinen Weg durch meandernde Flussbetten bis ins Meer. Dieses Kurz-Tanzstück erzählt von der Transformation im gleichbleibenden Fluss. Langsam werden zwei Körper im Profil sic...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Perrine Le Morzadec

Ode an das Unsagbare
Es sind die Zeigefinger geübt und stählern, es gibt kein Zweifeln: Schau auf die Gebärmutter. Schau in sie herein. Woooomb. Woooomb. Woooomb. Titel ist hier auch der Sound – Das akustische womb und die Präzision mit der die Tänzerinnen diese in ihrer Performance übersetzen, übernehmen und amplifizie...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Ida Biegel

Bewegung zwischen Innen und Außen
Das Solo-Tanzstück sh/c/ell der Tänzerin Marcella Centenero liest sich wie eine bewegte Verhandlung zwischen innerer und äußerer Welt. Dabei verschwimmen diese scheinbar entfernten Positionen hin zu einer Einheit, welche in der Wechselwirkung beider Pole entsteht. Licht und Dunkelheit, Vulnerabilitä...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#9 Okt 2025

by: Anabel Becker

Q3ü40tipodsM
Better together! Better together? Are we better together? And if yes, what is better together? Who is better together? Who are we better with? What are we better together at? Aren’t we good enough on our own? Are we better off alone? Diese Fragen und viele weitere wirft die Performance „Better toget...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

Zwischenräume oder fünf Tänzer*innen und vier Zwischenräume
Wenn man den Aufführungsraum des Südufers betritt, sitzen dort schon fünf Tänzer*innen in einer Reihe von sechs Hockern. Sie richten den Blick ins Publikum und erzeugen eine Situation, in der sich die Zuschauer*innen direkt angeschaut fühlen. Es scheint, als nehmen sie unmittelbar Blickkontakt mit d...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

Berührung als Choreografie der Grenzverflüssigung
Mara Hache und Jana Burianova berühren sich in ihrem Stück „The ways She plays”, um Grenzziehungen neu zu verhandeln. Im Kontext der Kontaktimprovisation spielen sie stets mit Berührungspunkten, Gewichtsverlagerungen, Schwerkraft, Impuls und Dynamik. Rücksichtsvoll und rücksichtslos zugleich greifen...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

shapeshifter in togetherness
Wie kann Interkonnektivität auf der Bühne dargestellt werden? Braucht es diesen Begriff, wenn sich nur zwei Körper vernetzen? Oder vernetzen sich diese beiden Körper mit allen möglichen Systemen, die sie in und mit ihren Diskursen und Bewegungen bearbeiten? Wie zeigt sich dann ein Diskurs über Inter...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

Alles passiert sofort – doch nichts auf der Stelle
Vom hinteren Bühnenraum und aus der Dunkelheit tauchen Tabea Gregory und Andrea Kreisel auf je einem Rollbrett stehend auf. Als Dialog zwischen den Tänzer*innen und den Rollbrettern befragen sie die Beziehung zwischen Material und Mensch. Die Rollbretter und Tänzer*innen tanzen in „hic et nunc“, nie...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

fort-laufend bewegt
Der Titel des Stücks „C8H11NO2“ bezeichnet die Molekularstruktur von Dopamin, einem Neurotransmitter des zentralen Nervensystems, der unter anderem auch Motivation verursacht. Allgemein betrachtet bezeichnet die Molekularstruktur die Anordnung der Atome in einem Molekül: Übertragen auf das Stück von...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs #8

by: Jutta Krauß

Kleine Steine nennt man Kies, Schotter oder Sand
In dem Stück „( )“ sitzen zu Beginn die drei Tänzer*innen Anne Kugener, Miriam Seifert und Yifeng Wang mit geschlossenen Augen nebeneinander auf der Bühnenfläche. Ihre Hände sind zu kleinen Hohlkörpern geformt, in deren Innenraum sich Kieselsteine befinden. Verweisen die geschlossenen Augen dabei au...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

Produktion von Stärke
Hoffnung haben ist die eine Sache, sie auch zu halten die andere. Gerade noch irgendwo im Körper spürbar, scheinbar fest im Griff, plötzlich entglitten. Physisch ist sie nicht greifbar. Doch an was dann festhalten? Gerade in Krisenzeiten gelten Lebensmittel als Garant*innen der Hoffnung. Auch Farah ...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

Spiel mir das Lied der Zerrüttung
Es ruckelt am Ende, es zuckt zu Beginn. Dazwischen ein Intermezzo aus angespannter Ruhe, das erneute Unruhen vorankündigt. In „a metaphor“ werden die beiden Körper von Cosima Dudel und Margas Vanags zu reagieren gezwungen, wobei bis zum Schluss offenbleibt, ob es sich dabei um innere Impulse oder äu...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

(Klang)Körper
Mit „OneBodyOrchestra“ prägt Eva Felicitas Krause ein frisches Verständnis einer zeitgenössischen Alleinunterhalterin. Scheint der Körper zu Beginn unbemerkt ein Eigenleben zu entwickeln, folgt sie dem unermüdlichen Drang nach choreographischer Komposition und fungiert dabei als souveräne Dirigentin...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

Die Angst trägt Anzug
Als Anfang der 2000er die Sängerin Madonna zum Yoga fand, wurden spirituelle Praxen zum beliebten Freizeitsport der bürgerlichen Gesellschaft erklärt. Seitdem hat sich der Trend als Lebenseinstellung etabliert und sich selbst in Trainingspläne von harten Kerlen eingeschmuggelt. In „Keine Panik! Epis...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

Entgiftende Sonnenblumen
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, was Ophelia macht sobald Hamlet nicht da ist? Zwar spielt sie in Shakespeares Stück eine prägnante Rolle, doch tritt selten auf, darf kaum sprechen und etabliert sich deswegen zu einer ikonographischen Frauenfigur aus Trauer, Leid, Tod. Diese Darstellu...
© Jennifer Rohrbacher

tanzwuchs#7

by: Thaddäus Maria Jungmann

Fließende Zeit
Ein permanenter Zustand aus Entstehung, doch dann schon wieder weg, die geschürten Erwartungen nach Stetigkeit zerstört. Mit „a landscape of time“ kreieren Tamora Dinklage, YeoJin Kim, Leonie Stöckle ein beeindruckendes Paradebeispiel für Choreographien, die ein Publikum verzweifelt nach Narration s...